

In Mönchengladbach, in einem innerstädtischen Mischgebiet am Fuß des
Abteibergs, entstand ein transparenter Verwaltungsbau mit
außergewöhnlicher Arbeits- und Aufenthaltsqualität. Auf einem
ehemaligen Industriegelände errichtete die Banco Santander ihre neue
Deutschlandzentrale. Diese bietet seit Frühjahr 2007 einen Arbeitsplatz
für 1 200 Mitarbeiter, die aus verschiedenen Standorten in
Mönchengladbach zusammengeführt wurden.
Das Wohlbefinden der
Mitarbeiter stand von Beginn an im Zentrum der architektonischen
Überlegungen. Mit dem Neubau wollte die Bank die Voraussetzungen
schaffen, mit denen sich ihr Veränderungsprozess »New Work« umsetzen
lässt: ein Arbeitskonzept, das auf den Ergebnissen der Studie »Office
21« des Fraunhofer-Instituts aufbaut. »Office 21« trägt den
Erkenntnissen Rechnung, dass in einer zunehmend automatisierten und
vernetzten Arbeitswelt Kreativität zum Rohstoff einer Gesellschaft
wird. Die Motivation der Mitarbeiter, neue Lösungen zu finden und diese
mit anderen zu teilen, wird danach zum Fundament eines erfolgreichen
Unternehmens.
Vor diesem Hintergrund lautete die Aufgabe für den
Architektenwettbewerb, innovationsfördernde Arbeitsformen sowie
flächenwirtschaftliche und flexible Raumkonzepte zu entwickeln, welche
den internen Informationsfluss unterstützen. Daher leitete sich die
Entwurfsidee aus der inneren Organisation einer teamorientierten,
kommunikativen Arbeitswelt ab. Die geografische Nähe zum Rhein
beeinflusste den Grundgedanken, ein Gebäude zu entwerfen, das sich wie
ein Band fließend in die Stadtlandschaft einfügt. Offenheit,
Transparenz und Flexibilität sollten zudem die Arbeitsabläufe
bestmöglich unterstützen und den Informationsaustausch fördern.
Zum
Ausdruck kommen diese Leitgedanken in einem mäanderförmigen, gläsernen
Baukörper, der in seiner Längsachse durch vier Glasatrien gegliedert
ist. Städtebaulich arrondiert der Neubau den vormals gewerblich
genutzten Baublock und vermittelt in seiner Höhenentwicklung zwischen
den unterschiedlichen Niveaus der Umgebungsbebauung sowie des Geländes.
Die offenen, durchgrünten Höfe sowie Rücksprünge aus der Bauflucht
führen zu einer spannungsreichen Straßengestaltung, der Straßenraum
wird aufgelockert und erweitert.
2010 Clariant Innovation Center
2010 Polizeipräsidium Düsseldorf
2010 Chongqing High Speed Rail Station Region
2010 Neubau Geisteswissenschaften Münster
2010 Financial District Taizhou
2009 Umbau Kongresshalle Leipzig
2009 Fassadenwettbewerb maxCologne Köln
2008 Office Complex Moscow, Khromova Street
2008 Hangzhou City Center West, China
2008 Torhaus im Weserquartier Bremen
2006 Tropenhalle Gondwanaland Zoo Leipzig
2005 Rathaus-Galerie Leverkusen
2005 Büro- und Geschäftsgebäude Habsburgerring
2005 Olgahospital und Frauenklinik
2003 Bürogebäude Deelböse / Eppendorfer Tor, Hamburg
2003 Allianz Lebensversicherungen AG, Stuttgart
2003 Städtebaulicher Wettbewerb Gatzweiler Gelände Düsseldorf
2003 Petrochina Bürogebäude, Peking China
2002 Gutachten Olympisches Dorf Düsseldorf
2001 Ananasberg, Düsseldorf, Entwurfskonzeption Café/Restaurant im Hofgarten
2001 Gutachten Technologiepark Bremen
2000 Verwaltungsgebäude Dr. Materna
2000 Stadteilzentrum Leipzig-Reudnitz
2000 Gutachten Neubau der Hauptstelle der Volksbank Unna Schwerte eG